Mit Fallflieger wird ein eigenständiger Flugzeugtyp beschrieben. Die Flugzeuge dieses Typs sind Fallflugzeuge. Fallflugzeuge beherrschen zum horizontalen Normalflug auch den vertikalen, kontrollierten Fallflug. Konstruktionsbedingt ergibt sich für diese Flugzeuge die Fähigkeit sehr langsam fliegen zu können. Das heisst, sie können bei schwachem Gegenwind über längere Zeit an derselben Stelle in der Luft verharren. Zudem ist eine Kehrtwende bei minimalem Radius und Höhenverlust möglich. Diese Fähigkeit ermöglicht selbst bei einem Start mit Motorausfall ein sicheres und kontrolliertes Landemanöver. Auch unüberwindbare Hindernisse ohne Ausweich- oder normaler Umkehrmöglichkeit sind kein Schreckensgespenst mehr.
Das Konstruktionsprinzip beruht auf grosser Flügelfläche mit speziellem Profil und einer veränderbaren Rumpfschwerpunktlage. Zusätzlich ist der Fallflieger mit einem Rotorflügel ausgestattet. Dieser ist entweder im Hauptflügel eingelassen und wird zum vertikalen Flug ausgefahren oder er ist über dem Flügel positioniert. In beiden Fällen haben die Rotorblätter ein symetrisches Flügelprofil.
Vom Erscheinungsbild her entspricht die Fallflugsituation etwa dem des Gyrocopters (Tragschrauber) oder dem eines Hubschraubers im Notlandeverfahren. Technisch ist aber ein anderes Konzept realisiert, beruhend auf denselben physikalischen Grundlagen.
Die aussergewöhnlich grosse Flügelfläche lädt dazu ein sie mit Solarzellen zu bestücken. Dies eröffnet in ein paar Jahren die Möglichkeit den Antrieb elektrisch und ohne Umweltbelastung zu betreiben. Der solarzelle bestückte Fallflieger wird wie ein Motorsegler zu fliegen sein. Unabhängig bei Start und Landung und mit jedem Landeplatz zufrieden. Das Modellflugzeug wird bereits in der Variante des Solar-Modells gebaut, aber ohne Solarzellen.